Zustellbarkeit – erreichst du auch wirklich den Posteingang?
Die Zustellbarkeit ist die Wahrscheinlichkeit, mit der deine Nachricht den Zielposteingang erreicht. Anders ausgedrückt: Sie beschreibt, wie wahrscheinlich es ist, dass deine Nachricht blockiert oder als Spam herausgefiltert wird. Es gibt viele Faktoren, die Einfluss darauf haben, ob deine Nachrichten deine Zielgruppe wirklich erreichen. Im Video unten erfährst du mehr darüber, was E-Mail-Zustellbarkeit ist und warum sie für deinen langfristigen Erfolg essenziell ist.
Einflussfaktoren für die Zustellbarkeit
Die Zustellbarkeit ist die Summe vieler Faktoren. Erweitere die Drop-down-Abschnitte unten, um zu erfahren, wie jeder einzelne Faktor die Zustellbarkeit deiner Nachrichten beeinflusst.
Domain-Authentifizierung und Domain-Angleichung
Alle deine E-Mails werden über eine Domain verschickt. Im Laufe der Zeit baut deine Domain eine Reputation bei den E-Mail-Anbietern auf, die auf allen Interaktionen der Benutzer*innen mit deiner Domain basiert.
Unter Domain-Authentifizierung versteht sich das Hinzufügen der notwendigen DNS-Einträge zu deinem DNS (Domain Name System), damit deine Domain die Verifizierungsprüfungen besteht. Sobald du deine Domain authentifiziert hast, musst du sicherstellen, dass die Absenderadresse, die du zum Versenden von E-Mails verwendest, mit deiner Stamm-Domain übereinstimmt (oder dieselbe Domain wie diese verwendet). Wenn deine Domain authentifiziert ist und einheitlich für alle deine Nachrichten verwendet wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass E-Mail-Anbieter dich als legitimen Absender einstufen.
Wir werden dieses Thema später in diesem Kurs noch ausführlicher behandeln.
Klare und einfache Abmeldeoptionen
Du solltest es den Empfänger*innen so einfach wie möglich machen, sich gegen den Erhalt deiner Nachrichten zu entscheiden oder sich jederzeit davon abzumelden. Klaviyo fügt automatisch ein Code-Fragment in den Header jeder Marketing-E-Mail ein, über das bei E-Mail-Anbietern wie Gmail und Yahoo eine Ein-Klick-Abmeldung möglich ist.
Als Best Practice solltest du außerdem am Ende jeder versendeten E-Mail einen klar erkennbaren Abmeldelink einfügen.
Spam-Beschwerderate und Bounces
Was passiert, wenn Abonnent*innen keinen einfachen Weg finden, sich von deinen E-Mails abzumelden? Sie markieren sie manuell als Spam. Das ist sehr schlecht für deine Absenderreputation, denn die Empfänger*innen beschweren sich damit direkt beim E-Mail-Anbieter und machen klar, dass sie deine Nachrichten nicht wollen. Gehen genug Beschwerden ein, könnten deine Nachrichten automatisch in den Spam-Ordner umgeleitet oder sogar ganz blockiert werden.
Gebouncte Nachrichten haben keine Chance, deine Abonnent*innen zu erreichen. Mehr über die drei verschiedenen Arten von Bounces erfährst du unter diesem Link.
Öffnungsrate und Klickrate
E-Mail-Anbieter suchen nicht nur nach negativen Signalen. Sie achten auch auf Anzeichen für positives Kundenengagement, also etwa darauf, wie oft deine E-Mails von Empfänger*innen geöffnet und angeklickt werden. Eine hohe durchschnittliche Öffnungsrate und Klickrate zeigen E-Mail-Anbietern, dass du relevante Nachrichten versendest, die die Empfänger*innen auch erhalten wollen. Das trägt positiv zu deiner Absenderreputation bei.
Qualität deiner Abonnentenliste
Eine wichtige Taktik für eine hohe Öffnungsrate und Klickrate ist es, deine E-Mails an einen gut gepflegten Empfängerpool zu senden. Du solltest Marketing-E-Mails nur an Personen schicken, die sich ausdrücklich dafür entschieden haben, sie zu erhalten. Halte dich beim Aufbau deines Abonnentenstamms an folgende Best Practices:
- Erkläre in allen Anmeldeformularen genau, für welche Art von Inhalten sich die Abonnent*innen entscheiden.
- Verwende Double Opt-in, um zu verhindern, dass Spam-Traps, Tippfehler oder anderweitig gefälschte E-Mail-Adressen in deine Liste gelangen.
Qualität deiner Nachrichteninhalte
Auch der eigentliche Inhalt und der Aufbau deiner E-Mails können sich auf die Zustellbarkeit auswirken. E-Mails, die sehr codelastig sind, werden womöglich gekürzt dargestellt. Gekürzte E-Mails können für Empfänger*innen sehr frustrierend sein und dazu führen, dass sie den Abmeldelink am Ende gar nicht sehen – und deshalb die Nachricht vielleicht als Spam markieren. Klaviyo hat eine integrierte E-Mail-Code-Überwachung, mit der du abschätzen kannst, ob Gmail deine E-Mail kürzen wird.
Wenn du das Verhältnis von Text zu Bildern bei mindestens 60:40 (Text:Bilder) hältst, hilft das E-Mail-Anbietern, deine E-Mail zu prüfen und den Inhalt zu lesen. Das Hinzufügen von Alt-Text zu Bildern kann ebenfalls zur Lesbarkeit beitragen.
Schließlich solltest du auch darauf achten, dass die meisten (oder besser alle) Links in deinen Nachrichten auf deine eigene Website verweisen. E-Mails mit mehreren Links zu fremden Websites, die nicht mit der Absender-Domain übereinstimmen, können für E-Mail-Anbieter ein Warnzeichen sein. Sie stufen die Inhalte der Nachricht dann als unerwünscht oder gefährlich ein.
Lokale Gesetze und Vorschriften
Je nachdem, wo du geschäftlich tätig bist, können deine Nachrichten einer Vielzahl von Gesetzen und Vorschriften unterliegen. Hier einige der wichtigsten Gesetze, die sich auf das E-Mail-Marketing und die Nutzung von Kundendaten auswirken:
- CAN-SPAM Act (USA)
- DSGVO (Europäische Union)
- CCPA (US-Bundesstaat Kalifornien)
- HIPAA (USA)
Wenn du gegen eine dieser Regeln verstößt, kann das zu großen Verlusten und möglichen rechtlichen Schritten gegen dein Unternehmen führen. Es ist wichtig, dass du dir die Zeit nimmst, dich mit den Gesetzen vertraut zu machen, die für dich und deine Kund*innen gelten, damit du dein digitales Marketing gesetzeskonform durchführen kannst. Klaviyo kann keine Rechtsberatung leisten, daher empfiehlt es sich, alle spezifischen Fragen zu Gesetzen und Vorschriften mit deinem Rechtsbeistand zu besprechen.