Strategien für bessere KPIs
Langfristiger Marketing-Erfolg setzt voraus, dass du deine Kundenengagement-Daten kontinuierlich überwachst. Nutze Benchmarks, um Wachstumschancen aufzudecken, und setze dir Ziele zum Umgang mit schlechten Metriken. Ergreife dann die folgenden Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen und die Performance zu verbessern. Beachte die Hinweise in den folgenden Drop-down-Listen, um die jeweilige Performance-Metrik zu verbessern.
Hinweis: Bevor du deine Daten analysieren kannst, brauchst du ausgereifte, genaue Daten. Um diese Datenbasis zusammenzutragen, musst du mindestens 30 Tage bei Klaviyo sein. Wir empfehlen jedoch 90 Tage für ausgereiften Daten, insbesondere wenn du noch nicht lange Absender*in bist oder eine neue Domain verwendest.
Mehr erfolgreiche Zustellungen
Die Metrik „Erfolgreiche Zustellungen“ gibt an, wie viel Prozent deiner insgesamt versendeten E-Mails deinen Abonnent*innen auch zugestellt werden. Um die erfolgreichen Zustellungen zu steigern, kannst du folgende Maßnahmen ergreifen:
- Deine Liste bereinigen
Bereinige deine Liste, indem du ein Segment mit inaktiven Profilen erstellst und dieses bei der Mehrzahl deiner Kampagnen ausschließt. - Ein Soft-Bounce-Segment erstellen
Entferne proaktiv Soft Bounces, um deine Zustellbarkeit zu verbessern. Klaviyo unterdrückt automatisch Profile, die siebenmal in Folge einen Soft Bounce verzeichnen. Jede E-Mail, die nicht zugestellt werden kann, wirkt sich negativ auf deine Zustellbarkeit aus. Erstelle ein Segment, das chronische Soft Bounces erkennt. Bei der Einrichtung deines Segments solltest du alle Personen einbeziehen, die in den letzten 90 Tagen mindestens vier unzustellbare E-Mails erhalten haben und nicht unterdrückt sind. - Die Versandhäufigkeit anpassen
Achte auf einen regelmäßigen Versandrhythmus bei deinen Abonnent*innen, vor allem, wenn sie besonders häufig interagieren. Vermeide es, in kurzer Zeit zu viele Kampagnen an dieselben Empfänger*innen zu senden. Das kann deine Abonnent*innen überfordern und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sie sich abmelden oder deine E-Mails als Spam markieren. Nimm bei Bedarf Anpassungen vor, um eine angemessene Versandhäufigkeit und Regelmäßigkeit zu erreichen.
Beispiel: Bola's Baked Goods hat einen Rückgang der erfolgreichen Zustellungen und eine hohe Bounce-Rate verzeichnet. Das Unternehmen richtet ein Soft-Bounce-Segment ein, um den Versand an Profile zu vermeiden, bei denen in den letzten 90 Tagen vier E-Mails nicht zugestellt werden konnten. Nun werden weniger E-Mails an diese Profile gesendet, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines Bounce besteht. So konnte das Unternehmen die Zahl der erfolgreichen Zustellungen erhöhen und somit auch die allgemeine Zustellbarkeit verbessern.
Die Öffnungsrate verbessern
Die Öffnungsrate gibt an, wie oft deine Kund*innen deine E-Mails öffnen, und ist somit ein wichtiges Maß für die Kundenbindung. Zur Steigerung der Öffnungsrate kannst du:
- Deine Betreffzeilen verbessern
Gewinne die Aufmerksamkeit der Empfänger*innen und animiere sie, auf deine E-Mail zu klicken und den Inhalt zu lesen. Verfasse ansprechende, personalisierte Betreffzeilen, die Anklang bei deiner Zielgruppe finden und die Öffnungsrate erhöhen. Nutze Anreize, füge den Namen der Empfänger*innen hinzu oder stelle deinen Call-to-Action heraus, sodass Benutzer*innen eher geneigt sind, deine Nachricht zu öffnen. - Dein aktives Segment ins Visier nehmen
Sende deine Nachrichten an ein Segment aktiver Profile, die in letzter Zeit mit deinen Inhalten interagiert haben und das wahrscheinlich auch weiterhin tun werden. Sprich dieses aktive Segment mit relevanten Inhalten an. Das ist auch eine gute Möglichkeit zur Verbesserung der Zustellbarkeit. - Die Versandhäufigkeit anpassen
Achte auf einen regelmäßigen Versandrhythmus bei deinen Abonnent*innen, vor allem, wenn sie besonders häufig interagieren. Vermeide es, in kurzer Zeit zu viele Kampagnen an dieselben Empfänger*innen zu senden. Das kann deine Abonnent*innen überfordern und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sie sich abmelden oder deine E-Mails als Spam markieren. Nimm bei Bedarf Anpassungen vor, um für eine angemessene Versandhäufigkeit und Regelmäßigkeit zu sorgen.
Beispiel: Bola's Baked Goods hat einen Rückgang bei der Anzahl der geöffneten E-Mails verzeichnet, d. h. weniger Menschen haben die Mitteilungen des Unternehmens gelesen. Ein Blick auf die Versandhistorie ergab, dass das Unternehmen doppelt so viele E-Mails versendet hatte wie in den 90 Tagen zuvor. Daraufhin passte das Team die Versandhäufigkeit an, um weniger Nachrichten an diese Zielgruppe zu senden. Die geänderte Häufigkeit scheint den Abonnent*innen zu gefallen, denn das Team von Bola's Baked Goods verzeichnet nun eine höhere Öffnungsrate.
Die Klickrate erhöhen
Die Klickrate gibt an, wie viel Prozent der Personen, die deine E-Mail erhalten, auf einen Link in der E-Mail klicken. Zum Erhöhen der Klickrate kannst du:
- Deinen CTA optimieren
Formuliere für jede Marketing-Botschaft einen zentralen, überzeugenden Call-to-Action (CTA). Optimiere Platzierung und Position, indem du ihn weiter oben in deiner Nachricht einfügst und stärker ins Blickfeld der Leser*innen rückst. Achte darauf, dass der CTA auch auf Mobilgeräten funktioniert, in deinem Design gut sichtbar ist und mit seinem Text zum Anklicken verleitet (z. B. Aktionsverben wie „Jetzt kaufen“, „Loslegen“, „So geht's“ usw.). - Anreize bieten
Sprich deine Zielgruppe mit speziell auf sie zugeschnittenen Anreizen an. Nutze Strategien wie Sonderangebote, kostenlosen Versand oder andere Anreize, die deinen Gewinn nicht allzu sehr schmälern und deine Empfänger*innen dazu bringen, deine Website zu besuchen. - Sicherstellen, dass deine Inhalte wie vorgesehen angezeigt werden
Teste, ob deine Nachrichten auf allen Plattformen gut funktionieren und sich über alle Geräte und E-Mail-Postfächer wie Gmail und Outlook abrufen lassen. Vergewissere dich, dass alle Empfänger*innen deine Nachrichten öffnen und anklicken können und die Marketing-Journey wie beabsichtigt durchlaufen.
Beispiel: Bola's Baked Goods hat vor Kurzem ein neues Produkt auf den Markt gebracht und will mit einem Sonderangebot die aktivsten Abonnent*innen ansprechen. Obwohl das Unternehmen auf dieses besonders aktive Segment abzielt und hohe Öffnungsraten verzeichnet, sind die Klickraten niedrig. Bei der Suche nach dem Grund für die schlechte Performance stellte das Team fest, dass der CTA vor dem Hintergrundbild schwer zu erkennen war. In Zukunft wird Bola's Baked Goods darauf achten, dass bei allen Kampagnen die CTAs in den E-Mail-Inhalten auffällig und gut sichtbar sind.
Die Conversion-Rate steigern
Die Conversion-Rate misst, wie oft Abonnent*innen zu Kund*innen werden. Zur Steigerung der Conversion-Rate kannst du:
- Die Performance anderer KPIs auswerten
Steigere die erfolgreichen Zustellungen, Öffnungsraten und Klickraten, um mehr aktive Nutzer*innen auf deine Website zu locken. Eine Verbesserung dieser Metriken erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass deine Conversion-Rate steigt, da mehr Menschen auf deine Website kommen und dort einkaufen. - Den Bezahlvorgang optimieren
Bewerte deinen Bezahlvorgang aus Sicht der Kund*innen. Finde Punkte, an denen du möglicherweise die Aufmerksamkeit deiner Kund*innen verlierst oder ihnen den Abschluss des Kaufs erschwerst. Nimm keine Änderungen am Bezahlvorgang für Wiederholungskäufer*innen vor, da sie bei ihren regelmäßigen Interaktionen Vertrautheit vorziehen. - Flows nutzen
Nutze Flows in Klaviyo, um deine potenziellen Kund*innen zu erneuten Interaktionen zu bewegen. Erinnere Nutzer*innen mittels eines Warenkorbabbruch-Flows an Artikel, die noch im Warenkorb liegen. Verwende einen Browse-Abandonment-Flow für abgebrochene Suchvorgänge, um gezielte Nachrichten an Website-Besucher*innen zu senden, die vor dem Kauf wieder gegangen sind.
Beispiel: Bola's Baked Goods nutzt seit Kurzem SMS, um VIP-Kund*innen anzusprechen. Dank der ansprechenden Marketing-Texte verzeichnete das Unternehmen hohe Klickraten, hatte aber Schwierigkeiten, Conversions zu erzielen. Es bewertete das Problem aus Sicht der Kund*innen und erkannte, dass die mobile Version der Website ein schlechtes Benutzererlebnis bot. Website-Besuche auf dem Handy erschwerten den Kaufabschluss, sodass der Vorgang abgebrochen wurde. Das Team überarbeitete den mobilen Bezahlvorgang und konnte erhebliche Verbesserungen verzeichnen.
Die Formularübermittlungsrate verbessern
Die Formularübermittlungsrate misst, wie oft Besucher*innen ein Anmeldeformular auf deiner Website übermitteln. Um die Übermittlungsrate zu erhöhen, kannst du:
- Den Text verbessern
Formuliere die Texte in deinen Formularen ansprechender, insbesondere den Call-to-Action. Gib dem CTA eine aussagekräftige Bezeichnung wie „Jetzt beitreten“ oder „VIP werden“, um Besucher*innen durch das Zugehörigkeitsgefühl zum Absenden zu bewegen. - Einen A/B-Test des Inhalts durchführen
Teste verschiedene Versionen deiner Formulare, um herauszufinden, was bei deiner Zielgruppe am besten ankommt. Nimm Änderungen an Formularen mithilfe von A/B-Tests vor, um einen Unterschied nach dem anderen zu testen. Ändere z. B. den Text oder den Anreiz. Passe ausgehend von den Ergebnissen deinen Registriervorgang an, um mehr Formularübermittlungen zu verzeichnen. - Klarstellen, wofür sich Besucher*innen deiner Website registrieren
Mach deinen potenziellen Kund*innen klar, was sie von deinen Nachrichten erwarten können, und gib ihnen die Möglichkeit, die Art der Nachrichten auszuwählen, die sie erhalten wollen. Verwende mehrstufige Formulare, wenn du möchtest, dass sie sich auch für SMS registrieren. SMS sind für die meisten ein neuer Kanal. So kannst du sichergehen, dass dir dadurch nicht die E-Mail-Adressen der Abonnent*innen entgehen.
Beispiel: Bola's Baked Goods arbeitet am Aufbau seiner Liste, hat aber nicht den gewünschten Zuwachs. Die Besucherzahlen auf der Website sind hoch und die Anmeldeformulare werden von vielen Nutzer*innen gesehen. Trotzdem ist die Übermittlungsrate gering. Das Team beschließt, mit einem A/B-Test des Inhalts der Registrierungsformulare herauszufinden, welcher Text die Besucher*innen am ehesten zum Ausfüllen der Formulare bewegt. Nach einer einmonatigen Testphase stellt es fest, dass die neue Formularvariante viel besser abschneidet als die ursprüngliche. Ausgehend von diesen Erkenntnissen überarbeitet das Team die Anmeldeformulare.
Den Umsatz steigern
Der Umsatz ist ein Maß für die Einnahmen deines Unternehmens, einschließlich des Umsatzes aus deinen eigenen Kanälen in Klaviyo sowie des Umsatzes, der über Kanäle erzielt wird, die du nicht direkt kontrollierst. Um deinen Umsatz zu steigern, kannst du:
- Ein aktives Segment ansprechen
Richte dich an ein Segment aktiver Profile, die wahrscheinlich weiterhin mit deinen Inhalten interagieren werden. Sprich dieses aktive Segment mit Inhalten an, die für diese Zielgruppe relevant sind. So kannst du die Zustellbarkeit verbessern und sichergehen, dass du dein Marketing-Budget für diejenigen verwendest, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs größer ist. - Flows nutzen
Verwende Flows, um potenzielle Kund*innen erneut anzusprechen. Erstelle Upselling- oder Cross-Selling-Flows, um erneute, potenziell hochwertige Käufe zu fördern. Mit einem Flow zur Anregung von wiederholten Käufen kannst du mithilfe von Predictive Analytics über eine Person deren voraussichtliches nächstes Kaufdatum bestimmen und ihr zu gegebener Zeit gezielte Nachrichten senden. - Ein Treueprogramm einführen
Identifiziere und pflege eine solide Gruppe treuer Kund*innen. Mit geschicktem Branding und einer Segmentierung kannst du ihnen ein VIP-Erlebnis bieten, das zu Wiederholungskäufen anregt. Erfasse Bewertungen von deinen VIP-Kund*innen und füge sie als Argumente für deine Marke in dein Marketing ein. So gibst du deinen treuesten Kund*innen die Möglichkeit, andere zur Conversion zu bewegen.
Beispiel: Bola's Baked Goods ist mit seinen KPIs über die gesamte Customer Journey hinweg sehr erfolgreich, aber mit dem durchschnittlichen Bestellwert ist das Unternehmen nicht ganz zufrieden. Es möchte sein Marketing noch effektiver gestalten und beschließt, Flows zu nutzen. Das Team erstellt einen Upselling-Flow, um Kund*innen anzusprechen, die vor Kurzem etwas gekauft haben. Diese sollen durch Positionierung eines teureren Produkts zu einem weiteren Kauf bewegt werden. Nachdem der Flow einige Zeit gelaufen ist, stellt das Team fest, dass sich der durchschnittliche Bestellwert durch die Automatisierung tatsächlich verbessert hat.