Du weißt jetzt, wie du dein Konto schützen kannst. Nun geht es um Best Practices für ein gut organisiertes und effektives Klaviyo-Konto.
Best Practice 1Attributionsstrategie festlegen
Im Kontext von Klaviyo-Konten bedeutet Attribution die Auswertung, welche Nachrichten oder Kanäle zu bestimmten Kundenaktionen geführt haben, z. B. zu einer Bestellung. Das Attributionsfenster ist dabei der Zeitrahmen, innerhalb dessen eine Conversion unmittelbar einer Nachricht zugeschrieben wird, nachdem Kund*innen mit der Nachricht interagiert haben. Damit ist die Attribution ein entscheidendes Tool, um den Erfolg jeder Marketing-Initiative und ihre Auswirkungen auf deinen Gesamtumsatz zu messen.
Wusstest du, dass du dein Attributionsmodell auf deine Markenstrategie und das Verhalten deiner Zielgruppe zuschneiden kannst? Konkret empfehlen sich folgende Best Practices:
- Attributionsfenster anpassen
Die Standardattributionsfenster in Klaviyo sind an Ereignisse wie Klicks oder Öffnungsaktionen gebunden und lassen sich bearbeiten, falls sie nicht zu deiner Markenstrategie passen. Nehmen wir beispielsweise an, du verkaufst Luxusmöbel und deine typischen Kund*innen nehmen sich viel Zeit für ihre Kaufentscheidung. Dann kannst du deine Attributionsfenster für das Öffnen von E-Mails und Klicks separat auf die Kundeninteraktionen abstimmen. Dauert es in der Regel länger, bis Kund*innen nach dem Öffnen deiner E-Mail tatsächlich etwas kaufen, empfiehlt sich zum Beispiel ein längeres Attributionsfenster für Klicks. - Bot-Klicks oder Öffnung durch Mail Privacy Protection von Apple ausklammern
Du kannst festlegen, dass maschinelle Klicks (Bot-Klicks) bei der E-Mail- und SMS-Attribution nicht berücksichtigt werden. Dadurch erhöht sich die Aussagekraft deiner Daten. Das gilt auch für Öffnungsaktionen durch Drittanbieter-Sicherheitssoftware, bestimmte E-Mail-Anbieter oder andere Entitäten. Auch Öffnungsaktionen durch Mail Privacy Protection (MPP) von Apple lassen sich aus der Attribution ausklammern – sie können dazu führen, dass die Öffnungsrate falsch berechnet wird.
Kanalspezifische Einstellungen anpassen
Du kannst die Einstellungen jedes Kanals so anpassen, dass deine Nachrichtenstrategie optimal auf deine Marke abgestimmt wird. Dabei solltest du insbesondere deine Keywords für SMS-Abonnements und deine Smart-Sending-Fenster in den von dir genutzten Kanälen an deine Anforderungen anpassen.
So kannst du deine Einstellungen ändern:
- Smart-Sending-Fenster aktualisieren
Mit Smart Sending kannst du begrenzen, wie viele Nachrichten jemand innerhalb eines bestimmten Zeitfensters von dir erhält. Die verschiedenen Klaviyo-Kanäle (E-Mail, SMS und Push) und -Nachrichtentypen (Flows und Kampagnen) haben dabei jeweils eigene Smart-Sending-Fenster. So kannst du deine Sendestrategie daran anpassen, wie oft du sendest und wie dringend die Nachrichten sind. Beispielsweise könntest du für Events wie den Black Friday oder Cyber Monday deinen Smart-Sending-Zeitrahmen verlängern. Die Einstellungen lassen sich auch auf Nachrichtenebene festlegen, falls du den Zeitrahmen nur für eine einmalige Nachricht ändern willst. - Schlüsselwörter für SMS-Abonnements hinzufügen
In Klaviyo kannst du Schlüsselwörter für SMS-Abonnements erstellen, bearbeiten und löschen, damit du auch hier alles optimal auf deine Marke ausrichten kannst. Ein Unternehmen wie Beantown Coffee könnte seine Kund*innen beispielsweise auffordern, eine SMS mit „KAFFEE“ zu senden, wenn sie sich für SMS-Marketing anmelden möchten.
Inhalte mit Tags organisieren
Falls du noch nicht mit Klaviyo-Tags arbeitest, ist jetzt der richtige Moment, damit anzufangen. Mithilfe von Tags kannst du Labels zu Klaviyo-Inhalten wie Segmenten, Kampagnen und Flows hinzufügen. Dann siehst du in den Kontoeinstellungen alle verwendeten Tags und kannst sogar Tag-Gruppen erstellen, um Tags unter einem Hauptthema zusammenzufassen. (Eine Tag-Gruppe kann zum Beispiel Länder sein; dann taggst du Inhalte mit dem Land, in das du sie sendest, etwa USA, Kanada oder Mexiko.)
Tags sind besonders hilfreich, wenn in deinem Team mehrere Mitglieder gemeinsam sehr viele Inhalte für ein einziges Konto erstellen oder wenn ihr für eine große Marke arbeitet, die viele gleichzeitig aktive Initiativen hat.
Du bist dir immer noch nicht ganz sicher, in welchem Fall du Tags verwenden solltest? Hier ein paar weitere gerne genutzte Anwendungsfälle:
- Organisieren von Inhalten nach zugrunde liegendem Geschäftsziel (Kundenakquise, Kundenbindung oder Kundentreue). Markieren von Initiativen als saison- oder anlassspezifisch (z. B. Black Friday/Cyber Monday, Herbst/Winter)
- Zuweisen von Verantwortlichkeiten an bestimmte Teams oder Mitwirkende, wenn in deinem Klaviyo-Konto mehrere Abteilungen aktiv sind (z. B. Marketing, Support, Customer Success usw.)
- Gruppieren von Kampagnen nach Inhaltssäulen (z. B. Produkteinführungen, Vertrieb, Ankündigungen)
- Taggen von Inhalten nach Standort, wenn du lokalisierte Inhalte in deinem Konto anbietest, etwa in unterschiedlichen Sprachen oder für regionale Feiertage (z. B. USA vs. Vereinigtes Königreich)
Mehrere Konten verwalten (falls zutreffend)
Klaviyo funktioniert am besten als 1:1-Synchronisation mit deiner E-Commerce-Website. Wenn du aber mit mehreren Marken gleichzeitig arbeitest oder mit einer Marke mit mehreren Shops, benötigst du mehrere Klaviyo-Konten. Bei der Verwaltung dieser Klaviyo-Konten solltest du die folgenden Best Practices beachten:
- Selbe E-Mail-Adresse und selbes Passwort für jedes Konto
Auf diese Weise musst du dich nur einmal mit E-Mail-Adresse und Passwort anmelden und kannst dann einfach zwischen deinen Klaviyo-Konten wechseln. Damit entfällt das lästige An- und Abmelden beim Kontowechsel. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Erstellen mehrerer Konten findest du in unserer Dokumentation. - Anmeldung beim richtigen Konto
Wenn du mit mehreren Konten arbeitest, musst du immer darauf achten, ob du deine Inhalte auch im richtigen Konto erstellst. So vermeidest du Fehler und synchronisierst nicht versehentlich Daten mit dem falschen Shop. - Ein Portfolio verwalten
Hast du ein kostenpflichtiges Abonnement, kannst du ein Portfolio mit allen deinen Konten anlegen. In diesem Portfolio kannst du dann ganz einfach in einer konsolidierten Ansicht die Abrechnungsdetails der Konten, die aktuelle Kontonutzung, die aktiven Benutzer*innen und viele weitere Parameter vergleichen. Rechts siehst du ein Beispiel für eine solche Ansicht.