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    E-Mail-Absenderreputation aufbauen und bewahren

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    Lesson
    6 min read

    Bedeutung der Absenderreputation nachvollziehen

    Deine Absenderreputation ist eine Kombination aus vielen Faktoren, die mit deiner E‑Mail-Versandaktivität zusammenhängen. Ähnlich wie bei einem gesellschaftlichen Ruf gilt: Je besser deine Absenderreputation ist, desto besser werden deine Nachrichten von den E‑Mail-Anbietern behandelt.

    Eine gute Reputation ist viel wert

    Reputation hat einen großen Einfluss auf unsere Entscheidungen im Alltag. Denk darüber nach, wie oft in deinem Leben eine Art von Reputation eine Rolle spielt: Online-Bewertungen von Restaurants, Bewertungen von Fahrer*innen und Mitfahrer*innen in Mitfahr-Apps und deine Kreditwürdigkeit, die ausschlaggebend dafür ist, ob du einen größeren Kredit oder eine Finanzierung erhältst oder nicht.

    Bei deiner Reputation als E-Mail-Absender verhält es sich nicht anders. Sie ist die Summe aller Aktivitäten im Zusammenhang mit deinem E-Mail-Versand. Jeder E-Mail-Anbieter überwacht Trends in deiner Aktivität, um deine Reputation zu bestimmen, und deine Reputation ist möglicherweise nicht bei allen von ihnen gleich.

    Die drei Arten von Spam-Traps

    E-Mail-Anbieter nutzen Spam-Traps, um Absender zu identifizieren, die ihren Richtlinien für das Senden von E-Mails nicht entsprechen. Spam-Traps sind E-Mail-Adressen, die nicht von einer echten Person verwendet werden. Es handelt sich im Wesentlichen um fiktive E-Mail-Adressen, die diese Unternehmen nutzen, um böswillige Absender zu identifizieren und abzufangen.

    Wenn du E-Mails an eine Spam-Trap sendest, ist das ein guter Hinweis darauf, dass du deine Abonnentenliste nicht regelmäßig bereinigst oder vielleicht sogar illegal eine Kontaktliste von Dritten erworben hast.

    Pristine-Spam-Trap

    Eine Pristine-Spam-Trap ist eine E-Mail-Adresse, die auf einer allgemein zugänglichen Website veröffentlicht wurde, aber so versteckt ist, dass gewöhnliche Benutzer*innen sie nie finden würden.

    Wenn du Pristine-Spam-Traps in deiner E-Mail-Liste hast, ist das ein guter Hinweis darauf, dass du entweder per Scraping eine Website nach Adressen durchsucht hast oder eine Liste mit Adressen gekauft hast, die durch Scraping erlangt wurden. Spammer nutzen diese beiden Methoden, um E-Mail-Adressen zu sammeln.

    Recycled-Spam-Trap

    Eine Recycled-Spam-Trap ist eine E-Mail-Adresse, die früher von einer echten Person verwendet wurde, aber inzwischen aufgegeben und vom E-Mail-Anbieter in eine Spam-Trap verwandelt wurde.

    Wenn du eine E-Mail an eine Recycled-Spam-Trap sendest, sendet der E-Mail-Anbieter einen Hard Bounce zurück. Gute Absender löschen Hard Bounces aus ihrer Liste und vermeiden es, erneut eine Nachricht an sie zu senden.

    Wenn du einen Hard Bounce ignorierst und weiter an die entsprechende E-Mail-Adresse sendest, wird der E-Mail-Anbieter deine Nachrichten automatisch als Spam markieren. Klaviyo erlaubt es dir nicht, Nachrichten an Adressen zu senden, die einen Hard Bounce hervorgerufen haben.

    Ungültige Adresse

    Ungültige oder falsch geschriebene E‑Mail-Adressen können von E‑Mail-Anbietern als Spam-Traps genutzt werden.

    Aus diesem Grund wird Double Opt-in dringend empfohlen. Um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass du in eine Spam-Trap mit einer ungültigen Adresse gerätst, solltest du immer erst warten, bis die Benutzer*innen ihr Abonnement bestätigt haben, bevor du sie in eine Liste aufnimmst.

    Alle drei Arten von Spam-Traps zeigen: Du solltest keine E-Mails an Adressen senden, die sich nicht ausdrücklich für deine Nachrichten angemeldet haben. Und wenn sie wenig oder gar kein Kundenengagement zeigen, solltest du sie aus deiner Liste entfernen.

    Kontrollieren deiner Absenderreputation

    Deine Handlungen sind direkt dafür verantwortlich, wie du von E‑Mail-Anbietern wahrgenommen wirst. Neben der Einrichtung der notwendigen Sendeinfrastruktur wie einer gebrandeten Absender-Domain gibt es noch andere Best Practices, die du anwenden kannst, um eine Reputation als guter Absender aufzubauen. Berücksichtige die folgenden Grundsätze in deiner Strategie für den E-Mail-Versand, um eine gute Beziehung zu den E‑Mail-Anbietern zu pflegen.

    Nur Nachrichten an Profile mit Einwilligung senden

    Um eine gute Absenderreputation beizubehalten, solltest du nur Nachrichten an die Personen senden, die dies auch möchten. Mit Klaviyo kannst du einfach erkennen, ob ein Profil seine ausdrückliche Zustimmung zum Erhalt von E-Mails gegeben hat. Auf der Profilseite siehst du ein grünes Häkchen und daneben das Wort Abonniert.

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    Feld für den E-Mail-Einwilligungsstatus in einem Klaviyo-Profil

    Du kannst diese Informationen im Segment-Builder verwenden. Achte immer darauf, dass du die personenbasierte Bedingung „Ob jemand Marketing-Mitteilungen empfangen kann“ in alle Segmente einfügst, die du für die E-Mail-Kommunikation nutzen möchtest.

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    Segment-Builder mit den Kriterien für die E-Mail-Marketing-Einwilligung
    Double Opt-in zum Listenaufbau verwenden

    Wenn du eine Liste in Klaviyo erstellst, ist diese standardmäßig auf Double Opt-in eingestellt. Das bedeutet: Personen, die ihre E-Mail-Adresse an deine Liste senden, erhalten eine vom System generierte Bestätigungs-E-Mail, in der sie aufgefordert werden, ihr Abonnement zu bestätigen, bevor sie tatsächlich zu deiner Liste in Klaviyo hinzugefügt werden.

    Dieses Verfahren hilft dir, ungültige E-Mail-Adressen von deiner Liste fernzuhalten und spart dir Geld und Mühe. Wir raten davon ab, Double Opt-in zu deaktivieren, es sei denn, du hast einen ganz speziellen geschäftlichen Anwendungsfall, der dies erfordert.

    Relevante Nachrichten senden

    Dein Ziel besteht darin, dass Empfänger*innen deine E-Mails lesen und die Links anklicken. Fördere ihr Kundenengagement, indem du ihnen relevante Inhalte lieferst, die auf die jeweiligen Empfänger*innen zugeschnitten sind. Klaviyo ermöglicht unterschiedliche Arten der Personalisierung: durch Segmentierung, das Ein- und Ausblenden von E-Mail-Blöcken, dynamische Inhalte oder die Verwendung von Profileigenschaften in deinem E-Mail-Text. Du kannst deine Kommunikation noch weiter personalisieren, indem du Flows erstellst, die basierend auf den Aktivitäten deiner Abonnent*innen verzweigt sind.

    Nicht regelmäßig an deine gesamte Liste senden

    Wir können es nicht genug betonen: Sende nicht wiederholt Nachrichten an deine gesamte Abonnentenliste. Dies führt zu einer schnellen Verschlechterung deiner Absenderreputation, da es immer einen gewissen Prozentsatz an Abonnent*innen gibt, die nicht interagieren. Wenn du ständig Nachrichten an Empfänger*innen schickst, die schon lange nicht mehr darauf reagiert haben, verschwendest du dein Geld und verschlechterst außerdem deine Reputation.

    Deine Sendestrategie am Kundenengagement ausrichten

    Sende die meisten Nachrichten an die Empfänger*innen, die am ehesten interagieren. Dabei bleiben deine durchschnittlichen Öffnungs- und Klickraten hoch, da du mit Sicherheit weißt, dass deine kleinere Gruppe von Kund*innen mit Engagement eher mit deinen Nachrichten interagiert. So kannst du Segmenten mit weniger Engagement im Gegensatz zu Segmenten mit hohem Engagement weniger häufig Nachrichten schicken.

    Wenn du diese mehrschichtige Strategie zum Versand von Kampagnen wählst und mit fortlaufenden Flows verknüpfst, die auf dem Kundenverhalten basieren, hast du eine solide Kundenbindungsstrategie, die auf eine gute Zustellbarkeit ausgerichtet ist.

    Listen regelmäßig bereinigen

    Die Realität ist, dass es keine Abonnent*innen gibt, die für immer Engagement aufweisen. Bei der Listenbereinigung geht es darum, systematisch Abonnent*innen ohne Engagement ausfindig zu machen und sie vom Erhalt zukünftiger Marketing-Nachrichten auszuschließen. Wir werden später noch genauer auf die einzelnen Schritte eingehen. Es handelt sich jedoch um einen regelmäßigen Vorgang, den jedes E-Mail-Marketing-Unternehmen durchführen sollte, um seine gute Reputation zu wahren. Frischer Wind tut immer gut!

    Bedeutung der Absenderreputation nachvollziehen