Mehr aktive Abonnent*innen dank Push-Benachrichtigungen
Mehr als 72 % der E-Commerce-Käufe werden auf einem Mobilgerät getätigt. Obwohl SMS als vorwiegend verkaufsorientierter Kanal angesehen wird, reagieren Verbraucher*innen oft gut auf andere Arten von Inhalten über Push-Benachrichtigungen.
Push-Benachrichtigungen sind besonders nützlich, wenn du zeitkritische Erinnerungen und Werbeaktionen versendest, die nur für die App deiner Marke gelten. Hier erfährst du, wie du Push nahtlos in deine Marketing-Strategie einbinden kannst.
Hinweis: Um Push-Benachrichtigungen zu aktivieren, benötigst du eine mobile App. Wenn du noch keine eigene App hast, kannst du dich an unseren Partner Tapcart wenden, um eine App zu erstellen.
Best Practices für Push-Benachrichtigungen
Wenn du E-Mail, SMS und Push innerhalb derselben Strategie kombinierst, solltest du die Stärken jedes Kanals nutzen und die richtige Art von Nachricht zur richtigen Zeit senden, um dich im Wettbewerb zu differenzieren. Das letztliche Ziel besteht darin, einen relevanten und nützlichen Kommunikationsrhythmus zu entwickeln.
Befolge diese Best Practices, wenn du deine Kampagnenstrategie um Mobile Push erweiterst:
Konsistentes Messaging
Wenn du verschiedene Kanäle nutzt, kannst du deine Nachrichten so auf deine Kund*innen zuschneiden, dass das Potenzial jedes Kanals voll ausgeschöpft wird. Dennoch solltest du dich nicht zu weit von deinen zentralen Marketing-Zielen entfernen. Schaffe ein kohärentes Erlebnis bei E-Mail, SMS und Push und weiche nicht von deiner Markenidentität ab.
Achte darauf, Angebote und Aktionen anzugleichen (es sei denn, sie unterscheiden sich absichtlich je nach Segment), damit du keine unterschiedlichen Botschaften sendest. Da Push jedoch weniger aufdringlich ist als ein Kanal wie SMS, kannst du Push als Follow-up oder zum Ergänzen von Nachrichten nutzen. Wenn du beispielsweise eine SMS zu einem neuen Kalender versendet hast, der an Neujahr beginnt, sende eine Push-Nachricht an alle, die sich den Kalender in der letzten Woche angesehen, ihn aber nicht gekauft haben, damit er noch pünktlich zum 1. Januar zugestellt werden kann.
Du kannst Push-Benachrichtigungen auch für exklusive Produkteinführungen nutzen, da du das, was in deiner App aufgeführt wird, unabhängig von deiner Website ändern kannst. Push kann auch zu einem späteren Zeitpunkt als SMS versendet werden und das Senden von Bildern in Push-Nachrichten ist zudem kostengünstiger. Obwohl du auch Push-Benachrichtigungen nicht spätabends oder nachts versenden solltest, könnte es dennoch von Vorteil sein, Push-Nachrichten später am Tag zu versenden, da sie nicht den Ruhezeiten unterliegen.
Auf das Timing deiner Nachrichten achten
Berücksichtige die Erfahrung deiner Kund*innen und überlege, welche Nachrichten sie kürzlich erhalten haben. Es ist beispielsweise ungünstig, wenn sie eine SMS und 30 Minuten später eine Push-Benachrichtigung mit demselben Inhalt erhalten.
Push-Benachrichtigungen eignen sich für Folgendes:
- Gut getimte, relevante Benachrichtigungen, die die Person noch nicht über einen anderen Kanal erhalten hat
- Nachrichten als Follow-up für Nachrichten, die über einen anderen Kanal gesendet wurden und die Empfänger*innen daran erinnern, jetzt zu handeln
- Benachrichtigungen, die eine Gewohnheit in Bezug auf konsistentes Kundenengagement oder Tracking-Meilensteine aufbauen
Dies ist besonders bei SMS und Push wichtig, da Kund*innen diese Benachrichtigungen eventuell direkt hintereinander auf ihrem Smartphone sehen, wenn du vergisst, SMS-Abonnent*innen von den Push-Benachrichtigungen auszuschließen (oder umgekehrt). Berücksichtige alle Inhalte, die Abonnent*innen während ihrer Customer Journey erhalten, und überlege, wie sie die gewünschte Handlung bewirken können.
Direkt auf den Punkt kommen
Sprich die Empfänger*innen direkt mit aktiven Verbformen an und beschränke dich auf einen einzigen klaren und überzeugenden Call-to-Action (CTA) pro Nachricht (Beispiele: „Jetzt kaufen“, „Mehr erfahren“, „Jetzt upgraden“). Das gilt für E-Mail, SMS und Push gleichermaßen.
Allerdings sind bei Push Zeichenbeschränkungen zu beachten (die zwischen iOS und Android variieren können). Als allgemeine Faustregel empfehlen wir maximal 178 Zeichen für Nachrichten.
Achte darauf, dass der Inhalt direkt und aussagekräftig ist, einen Mehrwert bietet und den Empfänger*innen genau mitteilt, wohin sie mit dem Klick gelangen. Der Trick ist, mit wenigen Worten so konkret wie möglich zu sein.
Eine klare, prägnante Botschaft könnte zum Beispiel so lauten:
- Kostenloser Versand für Einkäufe vor 16 Uhr CET
- Tickets für {{ Name der Lieblingsband }} jetzt erhältlich
- {{ Artikel }} liegt diese Woche im Trend – jetzt ansehen
- Backwoche: 15 % Rabatt auf Schürzen bis einschließlich Freitag
Markentreue fördern
Alle Abonnent*innen sind wertvoll, aber Push-Abonnent*innen sind in der Regel deine engagierteste Zielgruppe. Berücksichtige dies bei der Interaktion.
Wenn du Push-Benachrichtigungen zu einer zeitlich begrenzten Aktion versendest, achte darauf, dass sich das Angebot, der Rabatt oder die Aktion für die Empfänger*innen lohnt, und betone die Exklusivität. Du kannst beispielsweise einen höheren Rabatt per Push anbieten als per E-Mail oder SMS oder den Sale für Push-Abonnent*innen früher starten, damit sie die Ersten sind, die davon erfahren und einkaufen können, solange der Vorrat reicht.
Mit Push-Benachrichtigungen Gewohnheiten etablieren
Regelmäßigkeit ist wichtig – nicht nur bei der Planung deiner Push-Benachrichtigungen, sondern auch, damit deine Kund*innen Gewohnheiten rund um deine Marke entwickeln. Finde den richtigen Rhythmus für dein Produkt und deine Zielgruppe, damit die Nutzung deiner App zur Gewohnheit wird. Sei es, dass sie etwas kaufen oder einfach die App öffnen, um eine Aktion auszuführen, die sie an den Wert deiner Marke erinnert.
Wie sieht das in der Praxis aus? Nehmen wir als Beispiel eine App zum Thema Fitness. Auch wenn du nicht jedes Mal etwas kaufst, wenn du die App nutzt, öffnest du sie vielleicht regelmäßig, um deine Fitnessdaten zu verfolgen, ein Ziel zu setzen, eine Leistung mit deiner Community zu teilen, dich für das Erreichen eines persönlichen Meilensteins zu belohnen usw.
Unabhängig davon, welche Benachrichtigungen tatsächlich Umsatz bringen, kann es mit der Zeit lukrativ werden, wenn du Gewohnheiten förderst und deine App für Kund*innen interessant ist.
Umfassendere Erkenntnisse über Kund*innen gewinnen
Dieser Ratschlag hat zwei Facetten:
- Sammle Kunden-Input in Form von Eigenschaften und
- erfasse Daten durch A/B-Tests deiner Push-Benachrichtigungen in Flows.
Ein wichtiger Grund, warum die meisten Marken eine eigene App haben: Sie sammeln damit detaillierte Informationen über die Benutzer*innen. Eine App ist eine Möglichkeit für unkomplizierte und persönliche Interaktion. Nutze sie daher, um Kund*innen nach Informationen zu fragen und sie zum Teilen von Angaben zu motivieren, die das Kundenerlebnis bereichern und dein Geschäftsangebot verbessern. Du kannst beispielsweise Informationen über Wohnort, Geschmack- oder Stilvorlieben, Jahresziele, tägliche Gewohnheiten, anstehende Meilensteine im Leben usw. erfragen, damit du in der App besser mit den Benutzer*innen interagieren kannst.
Da Push so kurz und bündig ist, solltest du deinen Inhalt ständig testen, um zu sehen, womit du tatsächlich etwas bewirkst. Das ist nicht nur gut für das Wachstum deiner Marke, sondern auch eine schnelle Möglichkeit, mehrere Push-Varianten auf einmal zu erstellen. Führe A/B-Tests für Push-Nachrichten innerhalb der Klaviyo-Flows durch, damit du den Inhalt, den du über diesen Kanal versendest, weiter verbessern kannst.