Der Wert eines Klaviyo-Profils
Profile sind das Herzstück von Klaviyo, denn sie bilden die Basis für deine digitale Marketing-Strategie. Jedes Kundenprofil enthält Informationen, mit denen du ein personalisiertes Omnichannel-Erlebnis für einzelne Kund*innen schaffen kannst. Zusammen bilden deine Profile deine virtuelle Kunden-Wissensdatenbank.
Da Profile für deine Marketing-Initiativen von entscheidender Bedeutung sind, basiert die Preisgestaltung von Klaviyo sowohl auf aktiven Profilen als auch auf Sendungen. Dabei ist es wichtig, zu wissen, dass es auch aktive Profile in deinem Konto geben kann, die nicht mit deiner Marke interagieren: Sie öffnen deine Marketing-Nachrichten nicht, besuchen deine Website nicht und kaufen nicht bei dir ein. Diese Profile in deinem Konto verursachen Kosten, ohne Umsatz zu generieren.
Keine Sorge, in diesem Leitfaden stellen wir dir einige Strategien vor, mit denen du sicherstellen kannst, dass du nur für wirklich engagierte aktive Profile zahlst, die deine Marke schätzen.
So nutzt du die Profile in deinem Klaviyo-Konto optimal
Im folgenden Video erklären wir dir den Unterschied zwischen aktiven und nicht erreichbaren Profilen. Im Anschluss geben wir dir Empfehlungen, wie du Profile unterdrücken kannst, um deine Marketing-Ausgaben zu schützen und wirklich engagierte Abonnent*innen zu priorisieren, die Umsatz für dein Unternehmen generieren.
Wenn bei einem manuell unterdrückten Profil die Unterdrückung aufgehoben wird, kann es erst nach Ablauf von 90 Tagen erneut manuell unterdrückt werden. Diese Regel gilt nicht innerhalb der ersten 30 Tage nach der Erstellung eines neuen Kontos. Hier erfährst du mehr darüber, wie du Profile gesammelt unterdrückst und die Unterdrückung wieder aufhebst.
Unterdrücken inaktiver und nie aktiver Segmente
Im Video oben haben wir zwei wichtige Segmente behandelt, die du erstellen und unterdrücken solltest, um keine Probleme im Zusammenhang mit Abrechnung und Zustellbarkeit zu bekommen. In den Drop-down-Abschnitten unten erfährst du, wie du diese Segmente in Klaviyo erstellen und mit dem Tool „Gesammelt unterdrücken“ unterdrücken kannst.
Erstellen und Unterdrücken eines Segments „Inaktiv“
Ein Segment „Inaktiv“ besteht aus Profilen, die über einen längeren Zeitraum nicht mehr mit deiner Marke interagiert haben und keinen Umsatz mehr für dein Unternehmen generieren. Es wird empfohlen, dieses Segment zu erstellen und zu unterdrücken, um die Anzahl deiner abrechenbaren Profile zu reduzieren, ohne potenzielle zukünftige Umsätze zu riskieren.
Um dieses Segment in Klaviyo zu erstellen, melde dich bei deinem Konto an und klicke im linken Navigationsmenü auf Zielgruppe. Wähle Listen und Segmente aus, navigiere zu der Schaltfläche in der oberen rechten Ecke und klicke auf Neu erstellen > Segment erstellen.
Verwende die folgenden Bedingungen im Segment-Builder, um das Segment für inaktive Profile zu erstellen
Nach der Erstellung kannst du dieses Segment unterdrücken, indem du zur Registerkarte Listen und Segmente zurückkehrst, auf die drei Punkte rechts neben dem Segment klickst und die Option Aktuelle Mitglieder unterdrücken auswählst.
Segment „Nie aktiv“ erstellen und unterdrücken
Ein Segment „Nie aktiv“ besteht aus Profilen, die seit sechs Monaten existieren, aber nie auf dein Marketing reagiert haben. Wenn du weiterhin Marketing-Nachrichten an diese Profile sendest, gefährdet das deine Absenderreputation und kann deine Zustellbarkeit beeinträchtigen.
Indem du dieses Segment erstellst und unterdrückst, kannst du Zustellbarkeitsprobleme vermeiden und sicherstellen, dass du Nachrichten nur an engagierte Kontakte sendest.
Mit Klaviyo kannst du dieses Segment mit nur einem Klick direkt über den Zustellbarkeits-Hub erstellen.
Wenn du dieses Segment neu erstellen möchtest, navigiere zur Registerkarte Listen und Segmente. Verwende die folgenden Bedingungen im Segment-Builder:
Effektive Rückgewinnungsstrategien
Zur Erinnerung: Es ist für deine Marke teurer, neue Abonnent*innen zu gewinnen, als bestehende zu halten. Bevor deine Profile die Kriterien für das Segment „Inaktiv“ oder „Nie aktiv“ erfüllen, kannst du inaktive Kund*innen proaktiv ermitteln und mit einer Rückgewinnungsstrategie ansprechen.
Rückgewinnungskampagne
Rückgewinnungskampagnen können eine wirksame Taktik sein, um inaktive Kund*innen zurückzuholen und an den Wert deiner Marke zu erinnern. Du kannst diese Kampagne neu erstellen oder in der Vorlagenbibliothek nach Vorlagen zur Rückgewinnung suchen.
Zielgruppe
Erstelle zwei Segmente inaktiver Abonnent*innen: inaktive Käufer*innen und inaktive Nichtkäufer*innen. Beide Personengruppen haben ein sehr geringes Kundenengagement gezeigt, unterscheiden sich aber durch ihre Kaufhistorie. Nach dem Versand der Kampagne kannst du anhand der Metriken für jedes Segment die Performance der Gruppen vergleichen.
Inhalt
Formuliere eine personalisierte Nachricht mit Details wie dem Vornamen der Empfänger*innen. Stelle beispielsweise neuere Produkte vor, die diese Abonnent*innen während ihrer Inaktivität verpasst haben könnten, und füge einen Anreiz hinzu, um sie zu einem Kauf auf deiner Website zu bewegen. Halte die Nachricht einfach und größtenteils textbasiert.
Rückgewinnungs-Flow
Mit Rückgewinnungs-Flows kannst du automatisch Abonnent*innen ansprechen, die schon einmal bei dir gekauft, aber seit langer Zeit keinen weiteren Kauf mehr getätigt haben. Dieser Inaktivitätszeitraum signalisiert, dass Abonnent*innen, die in diesen Flow gelangen, Gefahr laufen, sich völlig von deiner Marke abzuwenden. Um diesen Flow einzurichten, navigiere zur Flow-Bibliothek und suche die vorkonfigurierte Flow-Vorlage „Kundenrückgewinnung“.
Zielgruppe
Lege als Auslöser für diesen Flow Bestellung aufgegeben fest und füge dann eine Wartezeit hinzu, die der Länge des typischen Kaufzyklus für dein Unternehmen entspricht. Abonnent*innen, die einen Kauf bei dir getätigt haben und dann innerhalb deines typischen Kaufzyklus keinen weiteren Kauf tätigen, erhalten die Nachrichten des Rückgewinnungs-Flows.
Inhalt
Formuliere Nachrichten, die persönlich sind, einen kurzfristigen Anreiz bieten und neue beliebte Produkte vorstellen, die diese Kund*innen vielleicht noch nicht kennen. Füge eventuell bedingte Splits für den bevorzugten Kanal der Kund*innen hinzu und sende deine Nachricht per E-Mail, SMS oder Push. Für den Rückgewinnungs-Flow werden eine bis drei Nachrichten empfohlen.
Sunset-Flow
Sunset-Flows sind dein letzter Versuch, inaktive Abonnent*innen zurückzuholen, bevor sie offiziell unterdrückt werden. Wenn du Abonnent*innen offiziell als inaktiv eingestuft hast, kannst du ihnen automatisch eine letzte Nachricht senden, bevor du dich offiziell verabschiedest. Um diesen Flow einzurichten, navigiere zur Flow-Bibliothek und suche die vorkonfigurierte Vorlage „Sunsetting inaktiver Abonnenten“.
Zielgruppe
Der Sunset-Flow hat einen Segmentauslöser. Personen gelangen also in den Flow, sobald sie die Kriterien für ein bestimmtes Segment oder eine Liste erfüllen. Erstelle ein Sunset-Segment, das für dein Unternehmen am sinnvollsten ist.
Inhalt
Deine Nachrichten im Sunset-Flow sollten die mangelnde Aktivität der Empfänger*innen anerkennen und persönliche Angaben wie den Vornamen enthalten. Du kannst auch einen letzten Anreiz für erneutes Kundenengagement hinzufügen. Achte darauf, dass die Links zum Abmelden und Verwalten der Einstellungen deutlich dargestellt werden. Für diesen Flow werden nicht mehr als drei Nachrichten empfohlen. Der Flow sollte mit einer Aktualisierung von Profileigenschaften abschließen, damit du Abonnent*innen automatisch als inaktiv taggen kannst, wenn sie nicht auf deine Flow-Nachrichten reagieren.
Verwaltung aktiver Profile und Listenbereinigung
Vielleicht hast du schon von diesen beiden Prozessen im Zusammenhang mit deinen Profilen gehört. Worin besteht aber der Unterschied zwischen diesen beiden Prozessen und was haben sie mit den Themen dieses Leitfadens zu tun?
Diese beiden Prozesse ähneln sich insofern, als sie sicherstellen, dass du deine engagierten, aktiven Profile priorisierst. Wir haben in diesem Leitfaden bereits einige Aspekte beider Prozesse behandelt, etwa die Unterdrückung der Segmente „Inaktiv“ und „Nie aktiv“. Sehen wir uns jetzt die Begriffe genauer an, um mehr Kontext herzustellen und zu sehen, wie die bisher beschriebenen Strategien zu diesen beiden Prozessen passen.
- Verwaltung aktiver Profile
Durch die Verwaltung aktiver Profile kannst du letztlich die Abrechnungskosten senken und deine Marketing-Ausgaben besser kontrollieren. Dabei unterdrückst du das Segment „Inaktiv“ deiner Profile, die keinen Umsatz mehr für deine Marke generieren. - Listenbereinigung
Durch die Listenbereinigung kannst du deine Zustellbarkeit schützen und wiederherstellen. Dabei unterdrückst du Kontakte, die nie aktiv waren, und schließt inaktive Kontakte von der Mehrzahl deiner Kampagnensendungen aus.
Du solltest sowohl aktive Profile verwalten als auch deine Listen bereinigen, um engagierte Abonnent*innen zu priorisieren.
Beachte, dass die Häufigkeit dieser beiden Prozesse und die genauen Segmentkriterien je nach Marke und Geschäftsmodell unterschiedlich sein können. Eine Einzelhandelsmarke könnte beispielsweise mit ihren Produkten alle Altersgruppen und verschiedene Interessen ansprechen: Kinder- und Erwachsenengrößen, modische Streetwear-Kleidung, Sportkleidung und Accessoires. Eine Einzelhandelsmarke, die nur Kinderschuhe verkauft, hat dagegen eine ganz bestimmte Zielgruppe. Bei einem breiteren Produktangebot und einer größeren Zielgruppe kann es vorkommen, dass mehr Personen inaktiv sind und in unregelmäßigen Abständen zurückkommen, sodass du Profile nicht zu oft unterdrücken solltest. Bei einem begrenzten Produktangebot und einer engeren Zielgruppe ist eine Unterdrückung dagegen sicherer, da eine Rückkehr unwahrscheinlicher ist.
Du solltest diese Prozesse so anpassen, wie sie für dein Unternehmen am sinnvollsten sind.